„Becks letzter Sommer“ revisited – Zehn Fakten zum Buch

Zehn Jahre ist es her, dass der Roman Becks letzter Sommer im Sommer 2008 als Debüt im Diogenes Verlag erschien. Dieses Jubiläum möchte ich mit zehn Fun Facts begehen, die vielleicht noch unbekannt sind. Von einem Brief an Bob Dylan, der Verfilmung und der schmerzhaftesten Streichung im Buch – bis hin zu Fotos, meiner heutigen Kritik am Text und dem alten ersten Satz.

 

Entstehung

Auf die Idee zum Buch kam ich mit neunzehn nach einem Gespräch mit einem früheren Lehrer. Er liest bis heute meine ersten Manuskriptfassungen, und nach einem meiner Besuche in Bayern sagte er wehmütig: «Tja, du gehst jetzt wieder in dein Berlin zurück, und ich … bleibe auf ewig hier.» Er lächelte dabei, aber dieses Lächeln geriet ein wenig bitter – und wurde der Moment, an dem ich erstmals dachte: «Ich könnte ja etwas über einen Lehrer Ende dreißig schreiben, der sich nicht traute, seine Träume zu verwirklichen – und nun auf scheinbar ewig in seinem Beruf gefangen ist.»

Es war der Beginn von Becks letzter Sommer – und zugleich die Trennung von Realität und Fiktion. Denn mein Lehrer ist nicht nur charakterlich ganz anders als Robert Beck, sondern er hatte seinen Beruf einst auch bewusst und aus idealistischen Gründen gewählt, statt wie meine Figur aus Mut- oder Ideenlosigkeit. Der Erzählton dagegen ist geprägt vom Sound der Nullerjahre, als Ironie und Provokation die härtesten Währungen waren.

Das Manuskript auf der Diogenes-Vertreterkonferenz 2008 – noch mit vielen Anmerkungen meiner Lektorin Ursula Baumhauer versehen. Der Roman erschien dann ein halbes Jahr später, im August 2008 – als ich gerade weit weg in den USA war, um für „Fast genial“ zu recherchieren.

 

Der Titel

Becks letzter Sommer erschien als mein Debüt, war aber nach nach Spinner mein zweiter Roman. Dabei hatte das das Manuskript in seiner längsten Form mehr als 300.000 Worte, das wären umgerechnet rund 1500 Seiten. Vielleicht ein kleines bisschen zu viel… Damals hieß die Geschichte noch Becks letztes Jahr, ich kürzte sie dann auf den Sommer herunter, da ich sonst keinen Verlag gefunden hätte – und das Manuskript viel zu überladen war. Nur zwei Menschen haben es in dieser Mammutfassung gelesen und beide werfen mir immer noch fassungslose Blicke zu, wenn die Sprache darauf fällt. Am Ende hatte der veröffentlichte Roman rund 460 Seiten, und wenn ich ehrlich bin: Das ist immer noch zu lang.

Als ich dem Buch vor Jahren ein neues Cover gab und es ein letztes mal feintunte (ich schmiss vor allem Stellen raus, die mich inzwischen störten und sich entfernen ließen, ohne die Struktur zu zerstören), überlegte ich deshalb, es radikaler umzuschreiben und noch mal weitere siebzig Seiten rauszukürzen, was vermutlich die ideale Länge für diese Geschichte gewesen wäre. Aber so sehr wollte ich dann doch nicht eingreifen.

Der Diogenes-Verleger Daniel Keel war anfangs beim Titel nicht sicher und schlug vor, den Roman ganz anders oder auch nur Beck bzw. Becks Sommer zu nennen. Aber ich hing an dem mysteriösen Wort «letzter» und ließ alles so. (Dafür brachte Daniel Keel mich bei meinem ersten Roman auf den Titel Spinner, der damals noch Traumjäger hieß. Das Wort «Spinner» war mehrmals im Text vorgekommen, nach der Titeländerung strich ich es überall bis auf eine Stelle heraus.)

 

Die Arbeit am Buch und ein Blick zurück

Ich schrieb knapp drei Jahre am Manuskript, das meiste mit einundzwanzig und zweiundzwanzig. Die frühen Fassungen waren allerdings grauenhaft, ich schaffte es nicht ansatzweise, diese Geschichte zu stemmen. Vor allem an der Figur des fast doppelt so alten Lehrers verhob ich mich. Meine Lösung war dann, Beck eine Art zynischen Neunziger-Jahre-Machismo zu verpassen, der mich befremdete. Er war gerade anfangs ein oft unmögliches, provokatives Arschloch, aber ich musste die Figur ja nicht persönlich mögen, Hauptsache, sie funktionierte endlich im Text. Zumal es nun jede Menge Raum für seine charakterliche Entwicklung in der zweiten Hälfte gab. Und vor allem harmonierte dieser neue Robert Beck sofort mit dem neuen Rauli, die beiden schrieben sich ihre Dialoge fortan fast selbst.

Denn auch der litauische Schüler Rauli Kantas hatte nach der ersten Fassung ein Makeover bekommen. Von einem wütenden Rebellen, der sich tatsächlich schon mit anderen Jungen geprügelt hatte und auffällig war, zu einem sensiblen, flunkernden und von jugendlichem Weltschmerz geplagten Außenseiter. Diese veränderte Figur rettete mich und das Buch. Von der ersten Sekunde an bestimmte der neue Rauli die Geschichte. Er war schüchtern, beschrieb aber ständig diese gelben Zettel, trainierte wie besessen Eiskunstlauf, brachte auf einmal eine Waffe mit in die Schule und gab mir immer wieder Rätsel auf. Es war das erste Mal, dass ich beim Schreiben selbst überrascht wurde und begriff, was es bedeutet, wenn eine Figur ein sogenanntes «Eigenleben» entwickelt. Ich hatte so etwas vorher für Autorenmärchen gehalten, aber in diesem Fall war es wahr.

Irgendwann 2007, bei einem der ersten Gespräche mit meiner Lektorin – zufällig eingefangen von meinem Vater, bei dem ich während des Anrufs zu Besuch war.

Rauli ist noch immer eine meiner liebsten Figuren, davon abgesehen ist mein Verhältnis zum Roman – wie bei allen frühen Texten – inzwischen ambivalent. Als ich irgendwann 2004 mit der Arbeit begann, war mein Abi erst ein Jahr her. Ich hatte noch keinen Verlag, und mit einem unbedarften Schülerspaß schrieb ich den teils überdrehten Roadtrip genauso wie die diversen krassen Verfehlungen des aus meiner Sicht uralten Lehrers Beck. Gerade in der ersten Hälfte verurteilte ich sein Verhalten auf fast jeder Seite, freute mich aber insgeheim darauf, genau diese Stellen später mal auf Lesungen vorzulesen und zu fragen, ob zufällig Lehrer im Publikum seien (was ich dann auch tat) … Viel reifer oder bewusster war ich in diesem Alter leider nicht.

Bei den Absagen zu Spinner hatte es fast immer geheißen, die Geschichte wäre zu brav und die Hauptfigur zu nahe an mir dran; beides wollte ich bei Becks letzter Sommer unbedingt ändern. Ich dachte, Distanz zum Geschehen und den Charakteren wäre mit Anfang zwanzig wichtig. Erst beim Schluss und einigen Stellen mit Rauli hatte ich jedoch das Gefühl, mehr zu mir selbst zu kommen und den Text stärker zu fühlen. Und Jahre später bei Vom Ende der Einsamkeit begriff ich dann, dass ich meine Figuren sogar auf eine gewisse Weise lieben muss, um wirklich in die Tiefe zu kommen. Seitdem schreibe ich anders.

Und so bleibt der Blick zurück seltsam. Trotz der damals positiven Kritik empfinde ich heute einiges im Buch als daneben, aus der Zeit gefallen oder auch schlecht von mir gerahmt (wie gut wäre allein schon eine Figur gewesen, die Beck mal wirklich die Leviten liest und vieles einordnet), ebenso hadere ich mit der fehlenden Tiefe der (weiblichen) Nebencharaktere. Andererseits gab es über die Jahre so viele schöne, berührende Briefe und Unterhaltungen mit Menschen, die den Roman trotz seiner Fehler mochten, darunter häufig Lehrerinnen und Lehrer, und das bedeutet mir wirklich viel. Und am Ende war es einfach ein Glück, so jung veröffentlichen zu dürfen. Die Geschichte brachte mich zu Diogenes, mit ihr fing alles an, deshalb werde ich ihr immer dankbar sein.

 

Kantas und Istanbul

Rauli kommt aus Litauen, weil einer meiner besten Freunde aus dem Heim Litauer war. Er und Rauli sind vom Charakter her grundverschieden, aber auch er war Musiker und spielte später in verschiedenen litauischen Bands (u.a. Mark Fiction). Der Bruder von Rauli ist nach ihm benannt: Genadius bzw. Genadij, die Kurzform. Einige Nebenfiguren tragen sogar die kompletten Namen von Freunden. Auf diese Weise wollte ich mich bei ihnen für die Unterstützung bedanken, und dafür, dass sie in schwierigen Zeiten an mich geglaubt hatten. Charlies Flugangst dagegen teile ich. So hatte ich mit fünfzehn mal einen ähnlichen Roadtrip in die Türkei gemacht wie die Figuren im Roman – aber das ist eine andere Geschichte.

Ich habe übrigens noch nie jemanden gesehen, der ein Buch von mir liest. Aber einmal saß ich im Zug auf Lesereise und hörte, wie ein Mann direkt hinter mir zu seiner Frau sagte: «Du, das ist so verrückt, hör dir das mal an…» Er begann nun, eine Stelle aus einem Buch vorzulesen, in der es um irgendein schrottreifes Auto ging. Ich hörte nur halb hin, aber die Szene war so abstrus – er las gerade vor, wie die derrangierten Insassen des Wagens beschrieben wurden – dass ich für zwei, drei Sekunden authentisch dachte: «Was ist denn das für ein Quatsch?!» – bis ich aufsprang und mich zu dem Ehepaar herumdrehte: «Das ist ja mein Buch!» Das Paar und ich unterhielten uns noch angeregt, bis sie in Köln ausstiegen.

 

Die schönste gestrichene Figur

Beim Kürzen der Mammutfassung fielen einige geliebte Szenen und Dialoge raus, doch am meisten trauerte ich der Hochzeit von Becks Schwester Nina hinterher. Sie heiratete einen beflissenen Langweiler, der Beck immer schon ein Dorn im Auge gewesen war, und die Feierlichkeiten erstreckten sich über ein Wochenende. Inmitten der Familie seines Schwagers fiel Beck unangenehm auf, er betrank sich, es gab gleich mehrere peinliche Augenblicke und Zusammentreffen. Dafür kam er aber endlich Lara näher, mit der er gleich zu Beginn des Buchs einen Pakt geschlossenen hatte, sich gegenseitig zu jeweils schwierigen Hochzeiten zu begleiten (die Liebesgeschichte der beiden nahm in frühen Fassungen erheblich mehr Platz ein und ging über das ganze Jahr). Um das Manuskript in den Griff zu kriegen, musste ich jedoch nicht nur den Erzählstrang mit der Hochzeit streichen, sondern auch Becks liebevolle, manchmal fast spröde und immens kluge Schwester Nina – die ich als Figur mit am meisten mochte.

 

Verfilmung

Becks letzter Sommer wurde häufig abgelehnt. Mal zermürbte mich das, mal versuchte ich diese Rückschläge auch in Motivation zu verwandeln. Speziell beim Kürzen auf tausend bzw. fünfhundert Seiten stellte ich mir trotzig vor, wie das Buch irgendwann doch noch einen Verlag finden würde. Hin und wieder träumte ich dann sogar von einer Verfilmung – der Gipfel des absurden Herumspinnens am Abgrund, worüber ich manchmal selbst lachen musste.

Man kann sich also vielleicht vorstellen, was in mir vorging, als es Jahre später dann tatsächlich dazu kam. Der Adaption selbst war übrigens kein Erfolg beschieden, aber ein Moment ist mir sehr geblieben. Wie es war, damals zur Premiere der Becks letzter Sommer-Adaption ins Kino an der Kulturbrauerei zu gehen, am Eingang ein roter Teppich, der Saal voller Freunde und Verwandter – und dann lief da wirklich diese teils groteske Geschichte, die man sich Jahre zuvor ausgedacht hatte. Dazu immer wieder Dialoge, die man nachts so vor sich hingetippt hatte, und die nun auf der Leinwand genau so von Schauspielern gesprochen wurden. All das mit geliebten Menschen im Saal teilen zu dürfen, war unglaublich.

Schön auch das anschließende Herumhängen auf der dreitägigen Kinotour, die Gespräche unterwegs mit Eugene Boateng, der ebenfalls überall dabei war, mit Friederike Becht oder dem Regisseur Frieder Wittich, mit dem ich später noch zusammenarbeiten sollte, und, und, und.

In dieser Filmszene sieht man hinter dem Tresen einen Typen, der im echten Leben gleich zweimal als Kellner gefeuert wurde.

 

Cameos & Sequel

Mehrere Ortsnamen und Clubs im Roman sind erfunden, auch ein, zwei Bands. Anderes stimmt dagegen. Auf Seite 84 etwa sitzen Beck und Rauli im Atomic Café (mein Lieblingsclub in München und legendär für den «Britwoch» getauften Mittwoch, an dem vor allem englische Indie-Musik gespielt wurde), während des Konzerts einer Gruppe mit dem Namen Kafkas Orient Bazaar. Das Atomic gibt es nicht mehr (shame on you, München!), die Band hat leider auch schon lange nichts von sich hören lassen – aber ich habe sie mir nicht ausgedacht, sondern viele lustige Abende mit ihr verbracht. Als Beweis ihrer Existenz hier ein sehenswertes Musikvideo oder auch mein damaliger Lieblingssong von ihnen zum Hören.

Auch einen literarischen Cameo-Auftritt gibt es im Buch: Jesper, die Hauptfigur aus Spinner, gibt sich zwischendruch als Schüler die Ehre (während Rauli wiederum in Fast genial als Spieler im Casino vorbeischaut, wie aufmerksame Leser*innen bemerkt hatten). Und die Verbindung von der Beck-Verfilmung zu Vom Ende der Einsamkeit? Das fiktive Label Yellow Records, das Rauli unter Vertrag nehmen will – und für das Jules eine Zeit lang arbeitet.

Der Roman wurde 2009 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Im Rahmen der Verleihung wurde ein Video gemacht, bei dessen Sichtung vierzehn Jahre später ich dann doch ein wenig peinlich berührt war … Uff! Ich habe übrigens immer wieder überlegt, eine Fortsetzung zu Becks letzter Sommer zu schreiben. Während mir Beck auserzählt scheint (und sich meine Sehnsucht, zu dieser Figur zurückzukehren, aus obigen Gründen in Grenzen hält), würde sich die Fortsetzung mehr um Rauli drehen, der mich tatsächlich immer wieder „rief“. Ich sammelte bereits viele Ideen dafür und sehe manche Szenen deutlich vor mir, auch den Schluss. Allerdings ist jetzt nicht der richtige Moment, und ich weiß nicht, ob es je geschieht. Nicht alle Geschichten müssen geschrieben werden. Doch mal schauen, was da noch passieren wird: The Times, they are a changin‘.

 

Bob Dylan

Weil ich auf Lesungen oft danach gefragt wurde: nein, ich hasse Bob Dylan nicht, im Gegenteil, ich liebe seine Songs und Texte. Sie schlugen tiefe Wurzeln in mir und prägten mich. Dennoch hatte ich ursprünglich nicht vor, Dylan so prominent in die Geschichte einzubauen. Doch beim Schreiben hörte ich ständig seine Lieder und irgendwann fiel mir auf, dass Rauli dem jungen Dylan sogar ein wenig ähnelte: beide genial und erratisch, bei beiden durfte man aber nicht jeder Information trauen. Im nächsten Moment war dann schon Becks Vater großer Dylan Fan, während sein Sohn ihn wiederum hasste. Und schließlich, am Tiefpunkt auf der Reise, wurde Bob Dylan sogar selbst zu einer der wichtigsten Figuren im Buch, als er in einer Bar in Rumänien zum zweifelnden Beck das hier sagt:

«Sie sind hier, weil Sie keine Entscheidungen treffen. Und das ist schlecht. Denn wenn Sie es nicht tun, dann tut’s das Leben für Sie. Und das Leben trifft oft die schlechteren Entscheidungen, weil es Schwäche und Zögern bestraft. Die Welt ist für die Mutigen gemacht, der Rest schwimmt nur mit, die meisten gehen dabei unter. Die Frage ist also: Sind Sie wenigstens ein guter Schwimmer? Denn das müssen Sie sein, wenn Sie keine Entscheidungen treffen wollen.»

Wenn ich an den Roman denke, denke ich immer an Robert Zimmerman aus Minnesota, beides ist für mich untrennbar verbunden.

Oben: Mit Anfang zwanzig in der (mir heute etwas peinlichen) Pose als junger Möchtegern-Dylan mit Sonnenbrille. Es war der Sommer 2007, ich träumte noch immer davon, irgendwann einen Verlag zu finden und – wie meine Figuren – insgeheim auch davon, es mal ins „Rolling Stone Magazine“ zu schaffen.

Unten: Die Realität. Nach einer einsamen Nachtschicht um sieben Uhr früh, im Gefühl, bei einer schwierigen Szene wieder Mist geschrieben zu haben. Doch auch wenn das Bild – und der Roman – anderes vermuten lassen: Ich trank nie beim Schreiben und nahm generell keine Drogen.

Als die Verfilmung bevorstand, schrieb ich Dylan einen langen Brief und fragte auch, ob er sich selbst spielen wolle. Er sagte ab, aber sein Management gab an, dass er den Brief wirklich selbst gelesen habe … Bob Dylan auf diese Weise zumindest kurz sagen zu können, wie viel mir seine Songs bedeuten und dass sie mir als jungem Schriftsteller die Augen öffneten, bedeutet mir sehr viel. Egal wie schlecht es mir ging, sein Not Dark Yet half immer, ebenso das ewige und unerreichbare Like a Rolling Stone – und viele weitere Songs von dieser Playlist.

Vor den Roman gestellt ist ein Zitat von ihm: «But I was so much older then, I’m younger than that now.» Es galt mal, es gilt nicht mehr, es gilt vielleicht irgendwann wieder.

 

Der alte erste Satz

Die ursprünglich erste Szene des Romans spielte an Becks 37. Geburtstag, als er angetrunken nach Hause schwankt, in ein Gespräch mit einer Gruppe streitlustiger Teenager gerät und von ihnen schließlich auf geradezu demütigende Weise ausgeraubt wird. Der ursprünglich erste Satz wäre daher gewesen: «Es fing alles mit den geklauten Schuhen an.» Der jetzige erste Satz lautet: «Als er bei Neapel vor einem Lokal parkte, hatte Beck acht Stunden Fahrt und sein ganzes Leben hinter sich.»

 

The Beginning

Wie sieht man eigentlich aus, wenn man ein bestimmtes, lang erwartetes Paket aus Zürich bekommt? Wenn man es mit Herzklopfen öffnet, weil man ahnt: da ist der erste eigene, gedruckte Roman drin? Wenn diese Vermutung sich dann bestätigt und man das Buch endlich in der Hand hält – und es trotzdem einfach nicht fassen kann? Antwort:

Aufnahmedatum ist der 16.05.2008 – da erschien das Lese-Exemplar von „Becks letzter Sommer“, einige Monate vor dem Buchstart. Es sagt einem keiner, aber dies war der glücklichste, der purste, der unbeschwerteste Moment. Ich möchte allen danken, die mich auf dem Weg dahin unterstützten.